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    Sehenswürdigkeiten und interessante Orte

    Kostel sv. Jana Křtitele (Kirche des hl.  Johannes des Täufers)

    Die gotische Kirche wurde an der Stelle einer ursprünglichen romanischen Kirche erbaut. Sie wurde zweimal umgebaut und erweitert. Ihre heutige Form erhielt die Kirche erst in den 90.–iger-Jahren des 19. Jahrhunderts. Der Kirchturm wurde bis zur Höhe des Gesimses im Jahre 1644 angebaut und wurde 1894 auf die jetzigen 64 Meter erhöht. 

    Im Kirchturm gibt es drei funktionierende Glocken. Die größte Glocke stammt aus dem Jahre 1505 und heißt Svatý Jan (Hl. Johannes), man nennt sie auch HRUBÝ (GROBE) oder VELKÝ (GROSSE). Eine weitere Glocke, genannt „Umíráček“ („Sterbeglocke“), kommt aus dem Jahre 1508, und die dritte „Čapek“ oder auch „Poledník“(„Mittagsglocke“) wurde 1540 gegossen. Außer den Glocken schlägt auch ein neuzeitliches Uhrwerk die Stunden an, dessen Ton alle Viertelstunden zu hören ist.

     

    Handschrift-Zelle – Fundort der Königinhofer Handschrift

    In einer Turmzelle wurde am 16. September 1817 von Václav Hank die sog. Königinhofer Handschrift gefunden, die auf bedeutende Art und Weise die Atmosphäre während der Periode der tschechischen nationalen Wiedergeburt beeinflusste. Die Handschrift wird heute in der Bibliothek des Nationalmuseums in Prag aufbewahrt. Die Kirchturmzelle ist während der Saison der Öffentlichkeit zugänglich.

     

    Lapidarium

    In der Stadtmauer hinter der Kirche des hl. Johannes des Täufers sind ein zugemauertes gotisches Portal im Halbkreis, wahrscheinlich aus der Spitalkapelle, desweiteren ein Empire- Grabmal aus dem Jahre 1811, daneben ein reichlich geschmücktes Portal aus dem Jahre 1791 und fünf Grabplatten zu sehen.

     

    T.G.Masaryk-Platz

    Der Náměstí T. G. Masaryka (T.G.Masaryk-Platz) hieß zuerst Záboj-Platz, später Gottwald-Platz. Von dem großzügig gestalteten Raum führten senkrecht Straßen zu den Toren der Stadtbefestigung.

     

    Altes Rathaus

    Das Renaissance-Gebäude des Alten Rathauses wurde im Jahr 1572 nach dem Brand eines Stadthauses errichtet, das an seiner Stelle stand. Der ursprüngliche Giebel zeigte in die Kirchgasse (heute Palackého- Straße) und auf der Seite hin zum Platz besaß es einen Turm, der von zwei Stützsäulen gestützt wurde. Im Jahre 1790 brannte das Rathaus aus und erhielt 1833 seine heutige Gestalt, obgleich seine Fassade noch gewisse Veränderungen erfuhr. 

    An der Fassade des Rathauses befindet sich eine Uhr mit lateinischer Beschriftung. Die Uhr hatte früher neben dem Stunden- und Minutenanzeiger noch einen, der den Tag in vierundzwanzig Teile aufteilte.  Das grüne Ziffernblatt mit den Zahlen 1 bis 24 am Gebäude ist bis heute bestehen geblieben. Die lateinische Beschriftung lautet: Dieses Haus hasst Boshaftigkeit, liebt den Frieden, bestraft Verbrechen, bewahrt Rechte und ehrt Edelmütiges.
    Heute befinden sich hier Repräsentationsräume der Stadt und ein Ausstellungraum.

     

    Stadtsparkasse

    Eine der Dominanten des Platzes ist auch das Jugendstilgebäude der Tschechischen Sparkasse von 1909 –1910. Sein rechter Flügel wurde später angebaut, die heutige Form bekam es erst im Jahre 1930.

     

    Brunnen mit der Záboj-Statue

    Der Brunnen mit der Záboj-Statue ist ein bildhauerisches Denkmal von 1857. Ihre Autoren  die Bildhauer  František und Antonín Wagner sind Söhne der Stadt. Der Brunnen mit der Záboj-Statue wurde am 29. September 1857 auf dem Platz bei den 40-Jahr-Feiern anlässlich des Auffindens der Königinhofer Handschrift enthüllt. Im Jahre 1950 wurde er an den Stadtrand verlegt, und 2005 kehrte er genau an die Stelle zurück, wo er sich früher befand. 

    Er ist eine allegorische Hommage an die Muttersprache und das Tschechentum. Záboj, eine Gestalt der Königinhofer Handschrift, trägt eine altslawische Tracht, ist mit einem Schwert bestückt, mit der rechten Hand stützt er sich auf ein Schild, und mit der linken Hand drückt er ein altböhmisches Musikinstrument, das Varyto, ans Herz. Er steht an einem Fels, aus dem drei Quellen sprudeln, die Symbol für Reinheit, Gesundheit und Beständigkeit sind. Unter der Statue sind im Fels der Name Záboj und etwas weiter unten die Worte eingemeißelt: „Du sollst zu ihnen in väterlichen Worten sprechen,“ was bedeutet, dass wir die tschechische Sprache wert schätzen und kultivieren sollen.

     

    Mariensäule

    Inmitten des Platzes steht die Mariengruppe, die die Form einer reichlich geschmückten Rokokopyramide besitzt. Sie stammt aus den Jahren 1750–54 von Josef Procházka aus Chrudim. Sie wird mit den Danksagungen für die Errettung der Stadtbevölkerung vor den Schrecken der Pestepidemien in Verbindung gebracht. Auf der Spitze der Pyramide befindet sich eine Statue der Jungfrau Maria, die auf einer Kugel steht, welche die Welt symbolisiert. Diese Welt umschlingt eine Schlange mit einem Apfel im Maul. Über dem Gesims im Mittelstück der Gruppe befinden sich die Statuen des Hl. Kosmas und des Hl. Damian, des Hl. Laurentius und des Hl. Florian. Die Säule wird von sechs Statuen umgeben – dem Hl. Jakob, dem Hl. Johannes dem Täufer, dem Hl. Franz Xaver, dem Hl. Norbert, dem Hl. Ignaz und dem Hl. Jan Nepomuk.

     

    Stadtmauer

    Die Stadt wurde offensichtlich schon Ende des 13. Jahrhunderts befestigt. Ende 1785 verloren die Stadtmauern ihre Funktion, aber sie existierten noch 1841 fast rund um die ganze Stadt. Heute sind die Überreste der Stadtmauern nur noch an einigen Stellen sichtbar (in der Valová-Gasse oder in der Gasse hinter der Kostel sv. Jana Křtitele (Kirche des hl. Johannes des Täufers).

     

    Šindelářská Věž (Schindelturm)

    Der Schindelturm stellt den einzigen erhaltenen, von ursprünglich vier Stadtmauertürmen dar, die den Zugang zur Stadt schützten. Seine Fundamente bestehen aus ca. 1 m harter Tonerde. Seinen Namen erhielt er nach der Straße, in der die Schindelhersteller ihre Produktionsstätten besaßen. Bis 1791 schmückte den Turm auch ein kleine Uhr. Er ist 20 m hoch und, ähnlich wie der Turm von Pisa, leicht schief. Am Turm lässt sich auch ein Rest der Stadtmauer erkennen. Leider sind die Innenräume des Turmes der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

     

    Kohoutův Dvůr (Kohout-Hof)

    Der ganze Komplex war ursprünglich ein geschlossenes Kastell, das in den Jahren 1736 - 1738 F. A. Berger, ein Beamter des Grafen Sporck, auf frühbarocken Fundamenten errichten ließ. Der Kohoutův Dvůr bekam seine Bezeichnung etwa in der Hälfte des 19. Jahrhunderts, als er vom damaligen Besitzer, Alois Kohout, zum Wohnkomplex umgebaut wurde. Vom ursprünglichen Gehöft sind drei Gebäude übrig geblieben.  Das Eingangstor mit dem Berger-Zeichen und -Monogramm verbindet das Hauptgebäude mit dem Kornhaus. Den Platz über dem Durchgang schmückt ein Relief des hl. Florian. Auf der Tormauer befindet sich die Statue der Unbefleckten Maria, an ihren Seiten der Hl. Johannes der Täufer und der Evangelist Johannes. Das Kornhaus, wie schon die Bezeichnung andeutet, diente in der Vergangenheit  als Getreidekammer und hatte demzufolge für die Stadt eine bedeutende Funktion.

    In der heutigen Zeit befindet sich in den Räumen des Kohoutův Dvůr das Stadtmuseum. Im Hauptgebäude ist seit 1978 eine ständige Ausstellung untergebracht, die die Stadtgeschichte dokumentiert, im neu rekonstruierten Gebäude des Kornhauses gibt es seit 1998 eine Galerie sowie einen Vortrags- und Ausstellungssaal. Den Gebäudekomplex ergänzt ein drittes Objekt, das einst als Pferdestall diente.  Den Innenhof dominiert ein barocker Steinbrunnen.

     

    Roubený Dům (Blockwerkhaus)

    Ist es wahrscheinlich das älteste Gebäude in der Stadt. Es war einst da Haus des Drechslers Šmíd, später befand sich hier die Befehlszentrale der Kasernen, die Polizeistation, eine Färberei und schließlich eine Holzdrechslerei.

     

    Zoologischer Garten

    Gemessen an der Anzahl der gehaltenen Tiere ist er der größte Zoo in der Tschechischen Republik, gleichzeitig der größte Tierhalter afrikanischer Tiere in Europa. Er gehört zu den schönsten Zoos Europas und der Welt. Als einziger bietet er in Tschechien im Sommer (von Mai bis Ende September) eine afrikanische Safari an, bei der sich die Besucher in speziell hergerichteten Safaribussen zwischen den frei laufenden Tieren bewegen.
    Mehr auf den offiziellen Seiten www

     

    Übriges

    • Königinhofer Tambor-Bier

      Ein Grund für einen längeren Besuch bei uns ist auch das ausgezeichnete Königinhofer Tambor-Bier, das sowohl bei gewöhnlichen Liebhabern dieses Getränks, als auch bei der Fach-Öffentlichkeit geschätzt wird.
      Detaillierte Informationen bekommen Sie auf den Seiten der Brauerei www.pivo-tambor.cz

     

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